Im Jahr 2018 wurde im Wuppertaler Zoo die Haltung der Europäischen Wölfe nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Das sehr schön angelegte Freigehege, mit eigenem Wasserlauf, stand darauf eine Zeit lang leer. Dann wurde es von einer Gruppe Asiatischer Rothunde besetzt. Die quirligen und lebhaften Rothunde sind sehr schnell bei den Besuchern angekommen. Außer in der Mittagszeit, in der sie gerne ein Nickerchen halten, sind die Rothunde permanent im Gehege unterwegs, gerne gehen sie auch ins Wasser.

Beim ersten Anblick der Rothunde werden sie meistens als Füchse tituliert, Ursache hierfür ist die deutlich rotbraune Färbung des Fells. Brust, Bauch und die Innenseite der Ohre sind vielfach weiß, während das Fell am Schwanz, einen schwarzen Farbton annimmt. Ein ausgewachsener Rüde wiegt so um die 20kg. Hier im Zoo ernähren sie sich hauptsächlich von Kleintieren, in freier Wildbahn erlegen sie bis zu 200kg schwere Tiere und verschmähen auch Aas nicht.

Den wenigsten Besuchern ist bewusst, dass ihnen hier eine biologische Rarität gezeigt wird. Asiatische Wildhunde oder Rothunde stehen auf der Liste der stark gefährdeten Tierarten. Man geht von einem Bestand zwischen 2000-2500 Tieren aus, damit gibt es weniger Rothunde als Raubtierarten wie Tiger oder Leopard. Ursachen für die Gefährdung sind wie üblich die Zersiedlung des ursprünglichen Lebensraumes, die Abholzung der Wälder und die Bejagung ihrer Beutetiere.

Mit diesem neuen Bestand gelingt es dem Wuppertaler Zoo bei den Besuchern Aufmerksamkeit für diese häufig unbekannte, vom Aussterben bedrohte Art zu erlangen.

Asiatische Rothunde

30/05/18—11/03/19
Rüdengruppe von 6 Asiatischen Rothunden im Grünen Zoo Wuppertal
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Asiatischer Rothund
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